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Der Nobelpreis [] wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preise denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden. Die Nobel-Stiftung wurde am 29. Juni 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels, gegründet, die ersten Preise dann 1901 verliehen. Seit 1969 wird auch ein Preis für Wirtschaftswissenschaften verliehen, den die schwedische Reichsbank in Erinnerung an Nobel gestiftet hat. Der Nobelpreis gilt heute als die höchste Auszeichnung in den berücksichtigten Disziplinen. Er wird seit 1901 jedes Jahr an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen.
Der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen, alle anderen Preise vom schwedischen König in Stockholm.
Alfred Nobel schrieb mehrere Testamente, das letzte am 27. November 1895, das er im Schwedisch-Norwegischen Club in Paris unterzeichnete.
Darin lässt er zahlreichen Verwandten und anderen Menschen seines Umfelds Zuwendungen zukommen, beispielsweise als lebenslange Rente. Für den verbleibenden Rest seines Vermögens, ungefähr 94 % des gesamten Vermögens, verfügte er die Einrichtung eines Preises für die obengenannten Kategorien. Er legte dabei auch die Institutionen fest, die den Preis vergeben sollen. Besonderem Ausdruck verleiht er dem Wunsch, dass der Preis unabhängig von der Nationalität an den Würdigsten übergeben werden soll, ob er nun Skandinavier sei oder nicht.
Das Testament wurde am 5. Juni 1898 von den Erben Nobels anerkannt, wodurch die Gründung der Nobelstiftung im Jahr 1900 möglich wurde.
Einen Nobelpreis für Mathematik gibt es nicht (siehe dazu auch den Abschnitt: Vergleichbare Preise). Dies liegt wahrscheinlich daran, dass der Praktiker Nobel diese „Hilfswissenschaft“ nie besonders leiden konnte; sie gehörte für ihn anscheinend nicht zu den Kategorien, die die Menschheit voranbringen. Eine Anekdote besagt, dass Alfred Nobel einst von seiner Verehrten zugunsten eines Mathematikprofessors zurückgewiesen wurde und Nobel in Verbitterung einen geplanten Preis für Mathematik nachträglich aus dem Testament strich. Historisch belegt ist das allerdings nicht. Ein späteres Angebot des Nobelkomitees auf Einrichtung eines Nobelpreises für Mathematik ist von führenden Mathematikern abgelehnt worden, wohl um die Konkurrenz unter den Wissenschaftlern nicht zusätzlich zu steigern.
Es ist nicht genau bekannt, welche Gründe den Schweden Alfred Nobel dazu bewogen haben, einem Komitee des norwegischen Parlaments (Storting) die Aufgabe der Auswahl des Friedensnobelpreisträgers zuzuweisen. Norwegen und Schweden waren zur Zeit der Stiftung des Preises noch in einer Personalunion unter schwedischer Führung verbunden und die Außenpolitik lag beim schwedischen Reichstag. Es wird vermutet, dass Nobel dem Storting eher die für die Auswahl notwendige Neutralität zugetraut hat. 1905 löste sich die Union auf und Norwegen wurde ein selbstständiges Königreich. Dafür und für die Formulierung, dass »Preise unabhängig von der Nationalität an die Besten« gehen sollten, war Nobels Testament zu Anfang äußerst unbeliebt beim schwedischen König.
Als zentrale Institution für den Nobelpreis wurde von den Vollstreckern des Testaments, darunter Nobels letztem Assistent Ragnar Sohlman, die Nobelstiftung eingerichtet. Sie übernimmt insbesondere die Verwaltung des Nobelpreises und die Ausrichtung der Festivitäten. Weiterhin veranstaltet sie Symposien zu wissenschaftlichen Themen.
Die Statuten wurden bei der Errichtung der Stiftung am 29. Juni 1900 durch ein Dekret des Königs festgelegt. Sie dürfen zwar verändert werden, aber nur auf Vorschlag eines der Preisvergabekomitees oder einem Stiftungsvorstandsmitglied. Bei der Abstimmung hat die Königliche Wissenschaftsakademie zwei Stimmen, die anderen Institutionen je eine Stimme.
Da das Testament Nobels nur wenige Details der Vergabeprozedur festlegt, sind die Statuten der Stiftung in vieler Hinsicht maßgeblich. Hier sind unter anderem die Geheimhaltungspflicht für 50 Jahre, die Beschränkung auf drei Preisträger je Kategorie sowie das Verbot der Vergabe an Verstorbene enthalten.
Alle Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag.
Der Zinsertrag aus Nobels Vermögen sollte laut Nobels Testament zu fünf gleichen Teilen auf die Nobelpreise verteilt werden. Wenn ein Preis an mehrere Menschen verliehen wird, wird er unter den Preisträgern aufgeteilt, aber nicht notwendigerweise zu gleichen Teilen. So wurde der Preis in Physik im Jahr 2005 in zwei Teile geteilt. Ein Teil, und damit die Hälfte des Preisgeldes, erhielt Roy Glauber. Der andere Teil wurde an John Hall und Theodor Hänsch vergeben, die dann je ein Viertel des Preisgeldes erhielten. Der Grund hierfür ist, dass Hänsch und Hall für die gleiche Leistung gemeinsam ausgezeichnet wurde. Glauber hingegen wurde für eine andere Leistung geehrt.
Da der Zinsertrag des Stiftungsvermögens schwankt, gab es in der Vergangenheit oft auch Rückgänge des Preisgeldes. Über viele Jahre blieb der absolute Wert des Preises auch annähernd gleich, so dass durch Inflation der reale Wert des Geldes absank. 1946 wurde die Nobelstiftung von der Steuer befreit. 1953 liberalisierte die Nobelstiftung ihre Investitionsregeln, wodurch das Vermögen der Stiftung vergrößert werden konnte. 1969 kam die Stiftung des Wirtschaftspreises hinzu.
Im Jahr 1901 war der Preis mit 150.800 Schwedischen Kronen dotiert, was dem heutigem Wert von 7 Millionen Kronen entsprechen würde. Bis 1955 blieb die Preissumme stets unter 200.000 Kronen und erreichte ihren Tiefpunkt im Jahr 1923. Der reale Kaufwert des Preises sank teilweise auf ungefähr 2 Millionen Kronen ab.
Seit 1953 steigt die Preisdotierung kontinuierlich, wird aber nur noch stufenweise erhöht. 1991 hatte das Preisgeld erstmals wieder einen höheren realen Wert als bei der ersten Preisvergabe im Jahr 1901.
Seit 2001 beträgt das Preisgeld 10 Millionen Kronen, was ca. 1,1 Mio. Euro entspricht.
Die Statuten der Nobelstiftung schreiben vor, dass die Preisträger „eine Goldmedaille, die das Abbild des Testamentsverfassers und eine angemessene Inschrift tragen soll“ erhalten.
Die Nobelpreismedaillen für Physik, Chemie, Medizin und Literatur wurden von dem schwedischen Bildhauer und Graveur Erik Lindberg entworfen, die Medaille des Friedenspreises von dem norwegischen Bildhauer Gustav Vigeland. Bei letzterem übernahm aber auch Lindberg die Übertragung des Entwurfs auf die Medaillen.
Auf der Vorderseite der von Lindberg kreierten Medaillen ist ein Porträt von Alfred Nobel sowie dessen Name, Geburts- und Sterbedatum (in lateinischen Zahlen) eingraviert. Die Rückseite unterscheidet sich je nach Kategorie, wobei Physik und Chemie dasselbe Motiv haben. Dort ist auch der volle Name des Preisträgers eingraviert. Bei der ersten Preisvergabe 1901 war das Design der Medaillen noch nicht ganz fertig, so dass die Medaillen erst ab 1902 das heutige Design haben.
Die Vorderseite der Medaille für den Friedenspreis hat ein etwas verschiedenes Design, aber die Elemente Porträt, Name, Geburts- und Sterbedatum sind ebenso enthalten.
Die Medaille für den Wirtschaftspreis unterscheidet sich von allen anderen. Sie wurde von Gunvor Svensson-Lundqvist entworfen und enthält auf der Vorderseite das Symbol der Wissenschaftsakademie, ein Porträt Alfred Nobels sowie die Inschrift „Sveriges Riksbank till Alfred Nobels Minne 1968“ („Die Schwedische Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel 1968“). Der Name des Preisträgers wird auf dem Rand eingeprägt, was im Jahr 1975 bei Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch und Tjalling Koopmans zu Problemen führte.
Die in Schweden vergebenen Medaillen werden im Myntverket in Eskilstuna geprägt, die in Norwegen vergebene Medaille von Den Kongelige Mynt in Kongsberg.
Die Medaillen der Physiknobelpreisträger Max von Laue (1914), James Franck (1925) und Niels Bohr (1922) haben eine besondere Geschichte. Bohr hatte die Medaillen von Franck und Laue, die beide Juden waren, zur Aufbewahrung erhalten, damit diese nicht von den deutschen Behörden konfisziert würden. Bohr gab seine für einen Fond zugunsten Finnlands im Mai 1940 in eine Auktion, wo sie von einem anonymen Käufer erworben wurden. Als die Deutschen in Dänemark einmarschierten, wollte Bohr die Medaillen von Franck und von Laue nicht in die Hände der Nazis fallen lassen. George de Hevesy schlug Bohr vor, die Medaillen zu vergraben, was Bohr aber nicht wollte, da sie ausgegraben werden könnten. Letztlich lösten sie die Medaillen auf, als die Deutschen in Kopenhagen einmarschierten. In der Tat durchsuchten die Nazis das Labor Bohrs, konnten aber nichts finden. Nach dem Krieg schickte Bohr das gelöste Gold der Medaillen nach Stockholm, wo die Nobelstiftung neue Medaillen für Franck und von Laue herstellen ließ. Bohrs Medaille wurde von ihrem Käufer dem Historischen Museum in Fredriksborg übergeben und ist heute dort ausgestellt.
Um für einen Nobelpreis in Frage zu kommen, muss man nominiert werden, wobei nur lebende Personen nominiert werden können. Bis 1974 war es möglich, eine Person mit dem Nobelpreis auszuzeichnen, die nach dem Stichdatum der Nominierung (Ende Januar) verstarb. So wurden Erik Axel Karlfeldt 1931 und UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld 1961 posthum geehrt. Mahatma Gandhi hingegen wurde 1948 noch vor dem Stichdatum erschossen, weswegen er den Preis nicht bekam. 1948 wurde der Friedensnobelpreis daher nicht vergeben. 1974 wurden die Statuten dahingehend geändert, dass eine Person nur noch dann posthum geehrt werden kann, wenn sie zwischen Bekanntgabe (Oktober) und Verleihung (10. Dezember) stirbt, so geschehen 1996 in Bezug auf William Vickrey.
Das Recht, eine Nominierung auszusprechen, haben je nach Preiskategorie unterschiedliche Personen:
Gemäß den Statuten der Stiftung werden Informationen über Nominierte und Nominierende sowie diesbezügliche Meinungen und Untersuchungen seitens des Komitees für einen Zeitraum von 50 Jahren unter Verschluss gehalten.
Die Verfügung Nobels, die Preisträger aufgrund ihrer Leistungen in der jeweilig jüngsten Vergangenheit zu ehren, wird oft missachtet und der Nobelpreis eher als Würdigung eines Lebenswerkes verliehen.
Da es keine öffentliche Nominierung gibt und die Preisträger schon vor der Preisverleihung bekanntgegeben werden, ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht der Tag der Übergabe des Preises ausschlaggebend, sondern der Tag der Bekanntgabe. Auch hier gibt es festgelegte Traditionen. Die Bekanntgabe der Preise ist für die Öffentlichkeit zugänglich und findet traditionell Anfang bis Mitte Oktober statt. Die Preise werden üblicherweise in folgender Reihenfolge bekanntgegeben:
Alle Termine sind mit dem Hinweis „at the earliest“ (frühestens) versehen, so dass es theoretisch auch deutliche Verzögerungen geben kann.
Die Preisträger werden üblicherweise noch vor der Öffentlichkeit telefonisch informiert, auch um sie auf den zu erwartenden Ansturm der Presse vorzubereiten.
Etwas problematisch ist inzwischen die Vorschrift in den Nobelstatuten, dass der Preis in einer Kategorie an nicht mehr als drei Personen verliehen werden darf. In vielen Bereichen der Wissenschaft gehen heute neue Erkenntnisse jedoch nicht mehr von einzelnen Wissenschaftlern aus, sondern werden oft international in großen Gruppen erarbeitet.
Um die Verleihung der Preise ist seit 1901 eine Reihe von Traditionen gewachsen.
Die Preisträger sind Mittelpunkt einer ganzen Nobelwoche, die einige Tage vor dem 10. Dezember beginnt und am 13. Dezember endet. Sie sind im Grand Hotel nahe der Altstadt in Stockholm untergebracht.
Ein Pflichtteil des Programms ist nach den Statuten der Nobelstiftung das Halten einer Vorlesung. Diese findet in der Regel zwei Tage vor der Preisverleihung statt. Die Vorlesungen sind öffentlich und werden u.a. in den Vorlesungssälen des Karolinska Institutet (Medizin) und der Universität Stockholm (Physik und Chemie) abgehalten. Kann der Preisträger aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen nicht anwesend sein, so kann er ersatzweise auch eine Vorlesung schreiben oder per Video schicken. Dies tat beispielsweise Harold Pinter, Literaturnobelpreisträger 2005, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen konnte.
Höhepunkt der Nobelwoche ist der 10. Dezember, an dem zunächst am frühen Abend die Preisverleihung durch den schwedischen König erfolgt. Dies findet seit 1926 im Kulturhuset statt. Es werden Ansprachen über die von den Preisträgern geleistete Arbeit gehalten. Der König übergibt darauf die Preismedaille und eine Urkunde.
Anschließend fahren die Preisträger zum Nobelbankett, das seit 1930 mit wenigen Ausnahmen im Stadshuset abgehalten wird. Ursprünglich wurde hierzu der Goldene Saal genutzt. Da dieser zu klein wurde, findet es nun im Blauen Saal im unteren Stockwerk statt. Der Goldene Saal dient als Küche und wird später für den Tanz freigegeben.
Am Ehrentisch des Banketts sitzen die Preisträger, die königliche Familie, hohe Repräsentanten der Nobel-Gremien sowie ausländische Ehrengäste, z.B. die Botschafter der Länder, aus denen die Preisträger stammen. Diese besonderen Ehrengäste marschieren zu Beginn in einer Prozession ein. Weitere Gäste der Nobelbanketts sind am Preisvergabeprozess Beteiligte sowie Ehrengäste aus aller Welt. Weiterhin darf eine begrenzte Anzahl Studenten schwedischer Universitäten teilnehmen. Das Recht, diese Eintrittskarten zu erwerben, wird hierbei in einer jährlichen Lotterie verlost. Studenten haben darüber hinaus zeremonielle Aufgaben als Begleitpersonen bei der Prozession sowie als Ordner. Insgesamt nehmen über 1000 Menschen am Bankett teil.
Das mehrgängige Menü wird bis zuletzt geheim gehalten und ist, im Gegensatz zu allen anderen offiziellen Dokumenten des Nobelpreises, ausschließlich auf Französisch verfügbar. Die Bewirtung der Gäste führen mehrere Hundert Angestellte durch, die dies teilweise schon lange vorher geprobt haben.
Der König sowie der Vorsitzende der Nobelstiftung bringen zum Gedenken an Alfred Nobel einen Toast aus. Nach dem Essen halten die Preisträger kurze Dankesansprachen. Gibt es in einer Kategorie mehrere Preisträger, so hält einer stellvertretend für seine Mitpreisträger die Ansprache.
Hinzu kommt ein aufwändiges musikalisches Begleitprogramm zwischen den Gängen sowie Tanz nach dem Ende des Essens. Dort sind dann auch die Preismedaillen in Vitrinen ausgestellt zu sehen.
Nach dem Ende des Banketts richtet traditionell die Studentenvereinigung einer der Stockholmer Hochschulen ein aufwändiges Fest aus, das unter einem bestimmten Thema steht. Die meisten Preisträger nehmen auch hier noch teil, wobei sie dazu angehalten sind, ihre Gesangskünste zum Besten zu geben.
In den Tagen vor und nach der Preisverleihung nehmen die Preisträger an zahlreichen Veranstaltungen teil. Beispielsweise besuchen sie Schulen.
Am 13. Dezember ist in Schweden das Luciafest, zu dem Kinder frühmorgens eine Prozession mit Kerzen veranstalten. Die Nobelpreisträger werden dabei von einer solchen Prozession geweckt. Dies ist das traditionelle Ende der Nobelwoche.
Die Verleihung in Oslo findet seit 1990 im Rathaus statt. Von 1926 bis 1946 wurde sie im Nobelinstitut abgehalten, ab 1947 dann im Auditorium der Universität Oslo. Die Übergabe selbst findet in Anwesenheit des norwegischen Königs statt und wird vom Vorsitzenden des norwegischen Nobelkommitees durchgeführt. Anschließend hält der Preisträger seine Vorlesung in Form einer längeren Rede.
Im Anschluss findet auch in Oslo ein Bankett statt.
Bisher ist der Preis nur vier Menschen zweimal verliehen worden – Marie Curie (1903 für Physik und 1911 für Chemie), Linus Pauling (1954 für Chemie und 1962 für Frieden), John Bardeen (1956 und 1972 jeweils für Physik) und Frederick Sanger (1958 und 1980 jeweils für Chemie). Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erhielt 1954 und 1981 den Friedensnobelpreis. Seine Vorgängerorganisation, das Internationale Nansen-Büro für Flüchtlinge (Hochkommissariat des Völkerbundes), wurde 1938 mit diesem Preis ausgezeichnet, sein Leiter Fridtjof Nansen 1922. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wurde für seine Friedensbemühungen sogar dreimal (1917, 1944, 1963) ausgezeichnet, 1963 zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Der Gründer des IKRK und der Rotkreuz-Bewegung, Henry Dunant, erhielt 1901 zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.
Von 1937 bis 1945 war Deutschen die Annahme des Nobelpreises "für alle Zukunft" untersagt; ersatzweise wurde der Deutsche Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft eingeführt, der nur 1937 und 1938 verliehen worden ist.
Der Frauenanteil wird oft als zu niedrig angesehen. Bisher (2006) haben 735 Männer den Nobelpreis erhalten, aber nur 33 Frauen. Heutzutage beruht dies zu großen Teilen darauf, dass in der wissenschaftlichen Spitzenforschung der Frauenanteil immer noch gering ist.
Den höchsten Frauenanteil hat der Friedensnobelpreis, der schon an zwölf Frauen vergeben wurde. Unter den echten Nobelpreisen ist der Physikpreis der mit dem geringsten Frauenanteil - nur zwei Frauen haben ihn bislang erhalten. Der Wirtschaftspreis wurde noch nie an eine Frau vergeben.
Über einzelne Entscheidungen wird gelegentlich sehr kontrovers diskutiert - ein Beispiel sind Henry Kissinger und Lê Đức Thọ, die den Nobelpreis dafür zugesprochen bekamen (nur Henry Kissinger nahm den Preis an), dass sie - nach Millionen von Opfern - den in eigener Mitverantwortung begonnenen Krieg beendeten.
()обэлеўская прэмія
(N)obel Chióng
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